BDHN-Nachrichten Juli 2018

 

Auf geht's ... zum Heilpraktiker-Kongress !!!

Am Samstag, den 07. Juli fährt der Bus von Augsburg ab 6.45 Uhr Hbf - Ersatzhaltestelle in der Prinzregentenstraße und ab 7.00 Uhr vom Plärrer.
Von Nürnberg ab 6.45 Uhr von der Meistersingerhalle, kl. Parkplatz.
Die Rückfahrt erfolgt jeweils ab 18.15 Uhr vom MOC.
Bitte melden Sie sich spontan für eine dieser Fahrten an!
Ab Augsburg: sekretariat@bdhn.de
Ab Nürnberg bei Herrn Kolder:
Tel. 0911/506 79 28
Fax 0911/570 38 505
E-Mail: kolder@bdhn.de
An alle, die ihre Fahrt selbst organisieren ein Appell:
Bitte erscheinen Sie mindestens 15 Minuten vor Beginn der Veranstaltung, damit Sie pünktlich um 9.00 Uhr bei der Eröffnung im großen Plenums-Saal, Halle 1 anwesend sein können. Das Septett des Ensembles Klaus Knopp wird Sie klassisch in den Kongress einstimmen.
Die Eröffnungsansprache der 1. Vorsitzenden, Marianne Semmelies, wird aus aktuellem Anlass berufspolitisch getönt sein.
Ein besonderer Tag !!! 07. Juli 2018 !!!
Am Samstag, den 07. Juli 2018 ist es wieder soweit. Der Heilpraktiker-Kongress des Südens öffnet um 9.00 Uhr seine Pforten im MOC, Lilienthalallee 40 in München, der Weltstadt mit Herz. Diese einzigartige Veranstaltung des BDHN e.V. findet in drei Hallen und zusätzlich fünf Vortragsräumen statt. 250 Fachaussteller und 20 erstklassige Referenten verleihen dem Kongress Exklusivität. Seit Jahren erfährt der BDHN e.V. als Veranstalter eine kontinuierliche und entscheidende Resonanz auf den starken Auftritt des Heilpraktiker-Kongress des Südens. Dazu sind Sie herzlich eingeladen.
Unter www.heilpraktikerkongressdessuedens.de können Sie sich noch bis zum 29.06.2018 voranmelden, danach ist die Registrierung nur noch an der Tageskasse möglich.

!!! Wichtige Mitteilung !!!

Bitte der Gesundheitsministerkonferenz (GMK) vom 21.06.2018
an das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) wegen der
Reformbedürftigkeit des Heilpraktikerwesens

Liebes Mitglied,
sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen
im Berufsstand der Heilpraktiker,


die gestern vom Präsidenten der GMK angekündigte Bekanntgabe der Beschlüsse der GMK vom 21.06.2018 zur Reformbedürftigkeit des Heilpraktikerwesens geht uns alle an.

(1)  
Die Erhaltung und der Schutz des Berufs des Heilpraktikers (§ 1 HeilprG) soll nach dem Willen der Landesgesundheitsminister und ihrer Vorgaben auf den Prüfstand gestellt werden.

Der Vorstand Ihres Berufsverbandes BDHN e.V. wird von dieser Entwicklung nicht überrascht.

Den BDHN e.V. treffen die vorgesehenen Maßnahmen nicht unvorbereitet, denn wir haben uns früh genug mit den Absichten und Zielen bezüglich der Regulierung des Heilpraktikerwesens in der Koalitionsvereinbarung der Bundesregierung kritisch beschäftigt.

Längst vorher haben wir die Initiatoren und Initiativen für die Beseitigung unseres Berufsstandes ausgemacht: zuletzt waren das der 121. Deutsche Ärztetag und von diesem hervorgerufen der Antrag der Gesundheitsbehörde Hamburg an die 91. GMK. Dieser Antrag wurde von der GMK angenommen. Er wurde am 21.06.2018 von der GMK beschlossen.

(2)    
Mit Schreiben vom 30.05.2018 an die jeweiligen Parteivorsitzenden der Koalitionsparteien CDU/CSU und SPD haben wir als BDHN e.V. unter dem

»Betreff: Bund Deutscher Heilpraktiker und Naturheilkundiger e.V. (BDHN e.V.)
Erhaltung und Schutz des Berufs des Heilpraktikers (§ 1 HeilprG)
gegen aktuelle verfassungswidrige Absichten der Koalitionsparteien Union und SPD und des 121. Deutschen Ärztetages der Bundesärztekammer«

die Regulierungsbestrebungen sachlich geprüft und unsere berechtigte Kritik an der Fehleinschätzung unseres Berufsstandes durch die Politik angebracht.

Im Schlusssatz haben wir den Parteivorsitzenden angeboten:

»Für den Fall, dass Sie sich die Zeit nehmen wollen, mit mir ein Gespräch über den Heilberuf des Heilpraktikers zu führen, bin ich dazu ohne Anmaßung gerne bereit.

Wenn Zeit für die Vertreter der Bundesärztekammer und des Deutschen Ärztetages ist, sollte von dieser Zeit etwas übrigbleiben, um auch die Leistungsfähigkeit und die Anliegen der Heilpraktiker zumindest einmal zur Kenntnis nehmen zu können.

Heilpraktiker sind keine Scharlatane und keine Exoten!

Wir sind ein verfassungsrechtlich gesicherter Berufsstand und leisten im Interesse der Heilkunde und unserer Patienten Widerstand gegen diejenigen, die ewig gestrig Favoriten sein wollen und sich grundlos über andere erheben, obwohl wir ebenbürtig als Heilberuf auch Teil der Heilkunde sind und dazu gehören.«


(3)    
Dem Präsidenten der GMK, Herrn Karl-Josef Laumann, dem nordrhein-westfälischen Minister für Arbeit, Gesundheit und Soziales haben wir als BDHN e.V. mit Schreiben vom 31.05.2018 unter dem nämlichen Betreff, jedoch speziell zum Antrag der Gesundheitsbehörde Hamburg über die »Regulierung der Tätigkeit des Heilpraktikers« einleitend vorgetragen:

»im Hinblick auf den aus der Deutsche Apothekerzeitung (DAZ) vom 18.04.2018 bekannt gewordenen Antrag der Gesundheitsbehörde Hamburg, »Regulierung der Tätigkeit des Heilpraktikers« an die 91. GMK sollte es Sie nicht überraschen, dass die Heilpraktiker sich hiermit über den BDHN e.V. bei der GMK einbringen. Initial geht es wohl darum, die Ausübung der Heilkunde durch Heilpraktiker zunächst regulierend einzugrenzen.

Wer aber will ausschließen, dass Sie die tendenziöse Zielrichtung der Initiatoren des Antrags, den Heilpraktiker überhaupt abzuschaffen, (noch) nicht gesehen haben?

Daher ist es an der Zeit, schon jetzt vor Eröffnung der 91. GKM die Konferenz Mitglieder über den Berufsstand und Beruf des Heilpraktikers aufzuklären …

Wenn der Gesetzgeber und die ihm folgende Rechtsprechung der Obergerichte den Heilpraktiker als Heilberuf anerkannt haben, dann ist der Personenkreis, der ohne ärztliche Approbation Heilkunde ausüben darf, auch verfassungsrechtlich gesichert, weil er einen verfassungsrechtlich garantierten Heilberuf ergriffen hat und ausüben darf.

Da gibt es nichts zu regulieren oder gar wegzuregulieren. Die vorhandenen geltenden Gesetze, z.B. Bürgerliches Gesetzbuch und Strafgesetzbuch, und die darin getroffenen Regeln reichen aus, den Schutz der Patienten bei der Ausübung der Heilkunde hinreichend zu gewährleisten. Hält sich jemand bei der Ausübung der Heilkunde nicht an diese Regeln, gibt es im Einzelfall rechtliche Konsequenzen. Das sind zivilrechtliche Schadensersatzansprüche, und es drohen bei der Ausübung der Heilkunde je nach Art und Schwere der Straftat neben Geldstrafe sogar Freiheitsstrafe bis zum Höchstmaß.

Das gilt für alle Heilberufe. Zu den Heilberufen, die eigenverantwortlich körperliche oder seelische Leiden behandeln dürfen, gehören Ärzte, Zahnärzte Psychotherapeuten und Heilpraktiker, (vgl. Bundesverwaltungsgericht Urt. v. 26.08.2009, Az.: 3 C 19.08 in BverwGE 34,345-355). «.


Aus unseren geschilderten Initiativen und Aktivitäten des BDHN e.V. für die Erhaltung und den Schutz des Berufs der Heilpraktiker (§ 1 HeilprG) wird erkennbar, dass der BDHN e.V. sich kenntnisreich und intensiv in die politische Entwicklung und die beabsichtigte gesetzliche Regulierung unseres Berufsstandes eingemischt und eingeschaltet hat.

Es reicht nicht aus, wenn Berufsverbände sich darauf beschränken, zuzuschauen und   abzuwarten (- bis es zu spät ist). Das gilt für alle Berufsverbände ausnahmslos!

Der BDHN e.V. hat sich entschieden, den in seiner Satzung niedergelegten Vereinszweck

»Förderung des Berufsstands der Heilpraktiker und Naturheilkundiger sowie die Sicherung des Fortbestandes des Heilpraktikerberufs …«

ohne Einschränkung zu verfolgen und zu erfüllen.

Die für eine optimale Verteidigung unserer Rechte als Heilpraktiker im Berufsstand und in unserer täglichen Praxis für die Gesundheit unserer Patienten und zu unserer eigenen Existenzsicherung gegen die Widersacher der Ausübung der Heilkunde durch Heilpraktiker erforderlichen Mittel können mit unseren Mitgliedsbeiträgen allein nicht gedeckt werden.

Aus diesem Grunde ist es erforderlich, dass zumindest die Werbung von neuen Mitgliedern beispielsweise durch Einzelgespräche mit Kolleginnen und Kollegen, die noch nicht zu uns gefunden haben, vertieft wird.

Übersehen Sie bitte nicht, dass eine gelegentliche und insbesondere nicht nachhaltige Verteidigung und Förderung unseres Berufsstandes und seiner Berufsangehörigen nicht ausreichen kann, unsere Existenz als Heilpraktiker zu sichern.

Mit der beabsichtigten Regulierung sollen und können uns bisherige Behandlungen und Behandlungsmethoden entzogen werden, wenn wir nicht in der Lage sind, uns dagegen adäquat zu wehren und durch den BDHN e.V. verteidigen zu lassen.

Die dadurch jedem einzelnen Heilpraktiker entstehenden wirtschaftlichen Nachteile sind wesentlich höher als die Mittel für die Verteidigung und Förderung unseres Berufes.

Wir würden es sehr begrüßen, wenn Sie sich schon jetzt entschließen könnten, freiwillige Mitarbeit im BDHN e.V. für die Verteidigung und Förderung unseres Berufsstandes zu leisten, damit wir die beabsichtigte und angekündigte Mitarbeit in den politischen Gremien vertiefen und erweitern können.

Zum Abschluss geben wir Ihnen bekannt:

Auf der Gesundheitsministerkonferenz in Düsseldorf am 20./21. Juni 2018 ist ein für uns Heilpraktiker wichtiger Beschluss gefasst worden:

Reform des Heilpraktikerwesens

Das unzureichend regulierte Heilpraktikerwesen mit seiner umfassenden Heilkundebefugnis steht unverändert in der Kritik. Das Heilpraktikergesetz kann dem heutigen Anspruch an den Gesundheitsschutz der Patienten nicht mehr gerecht werden. Für Heilpraktiker besteht weder eine verbindliche Ausbildung noch eine einheitliche Berufsordnung, während an andere Gesundheitsberufe hohe Qualifikationsanforderungen gestellt werden. Daher sieht die GMK hier eine zwingende Reformbedürftigkeit und bittet das BMG eine Bund-Länder-Arbeitsgruppe einzurichten, die eine grundlegende Reform prüfen und erarbeiten soll.

Bezüglich des neuen berufspolitischen Kurses, den die Gesundheitsministerkonferenz angestoßen hat, steht Ihr Berufsverband BDHN e.V. mit den verantwortlichen Politikern in Kommunikation. Wir kämpfen für unsere Rechte und unseren Berufsstand.

Ohne Ihre Mitwirkung ist das auf Dauer allerdings nicht möglich.

Wir hoffen auf Ihr Interesse und setzen auf Ihr Engagement.



Mit freundlichen kollegialen Grüßen

Marianne Semmelies
1. Vorsitzende des BDHN e.V.

Sachkundenachweis „Hygiene“

Noch ist Bayern von der neuen Infektionshygieneverordnung nicht betroffen. Da das Heilpraktikergesetz aber für die gesamte BRD gilt, gehen wir davon aus, dass das Bundesland Hessen mit den höchsten Anforderungen in dem Bereich nur Vorreiter ist und Bayern nachziehen wird/muss. Die invasiv tätigen Heilpraktiker müssen demzufolge einen Sachkundenachweis durch einen 40 Stunden-Kurs und nicht-invasiv tätige Heilpraktiker durch einen 8 Stunden-Kurs belegen. Die Akademie Hücker & Hücker bietet für BDHN-Mitglieder Seminare, auch online an, bei denen Sie einen 15 %-igen Rabatt erhalten. Sie legen nach der Ausbildung eine Prüfung ab und erhalten ein Zertifikat. Das Zertifikat dokumentiert, dass Sie Hygienebeauftragter einer Heilpraxis sind und somit dem Sachkundenachweis genügen, der in Hessen bereits gesetzlich geregelt ist. Alles Nähere dazu finden Sie unter folgendem Link:
https://sachkundekurs.de/heilpraktiker
Dort können Sie sich direkt als BDHN-Mitglied zu vergünstigten Konditionen anmelden. Im Herbst bietet die Fa. Hücker & Hücker die Möglichkeit an, den Sachkundenachweis für nicht-invasiv tätige Heilpraktiker in einem 8 Stunden-Kurs im FBZ zu erwerben. Die Termine sind voraussichtlich am 05.09.18 und 07.11.18. Der 40 Stunden Kurs für invasiv tätige Heilpraktiker beinhaltet diesen 8 Stunden-Kurs und ist nur als Onlinekurs buchbar. Auf unserem Heilpraktiker-Kongress des Südens am 07.07.18 hält Herr Prof. Hücker einen Hygiene-Vortrag.

Berufspolitik aktuell und brisant

Der Berufsstand des Heilpraktikers ist immer noch im Kreuzfeuer der Kritik. Vielen Kolleginnen und Kollegen ist es darum ein dringliches Bedürfnis, sich über dieses brisante Thema auszutauschen. Wir möchten Ihnen nach den Sommerferien bei unserem nächsten Stammtisch Gelegenheit dazu bieten:
BDHN-Stammtisch 14. Sep.’18
Am Freitag, den 14. September 2018 findet wieder unser BDHN-Stammtisch statt. Wir treffen uns um 17.30 Uhr im Restaurant des Eden-Hotel-Wolff, direkt am Hbf in München (Rembrandtzimmer).
Der Stammtisch ist eine gute Gelegenheit, sich kollegial auszutauschen.
Wegen der Bereitstellung des Raumes bitten wir Sie dringend und möglichst zeitnah um Ihre formlose Anmeldung:
E-Mail: sekretariat@bdhn.de,
Fax: 089/601 7913, Tel.: 089/601 84 29

Buchbeschreibung

Borreliose ist keine harmlose Erkrankung, sondern eine ernstzunehmende Infektionskrankheit - begleitet von multiplen Symptomen, die sich weltweit immer weiter ausbreitet. Die vielfältigen und wechselnden Beschwerden stellen sowohl für Therapeuten als auch für Betroffene eine große Herausforderung dar, die nur gemeinsam überwunden werden kann. In diesem Buch finden Sie Aufklärung zum Krankheitsbild. Die Autorin stellt darüber hinaus schulmedizinische aber auch komplementärmedizinische Behandlungsmethoden zur Überwindung einer Borreliose vor.

Kurz Vita

Susanne Gärtner ist als Heilpraktikerin in München tätig. Sie gibt als Referentin Ihr Wissen und Ihre Erfahrungen in Seminaren, auf Messen und Kongressen weiter. Zudem schreibt die als Autorin für verschiedene Fachmagazine. Sie selbst war 15 Jahre von einer chronischen Borreliose-Erkrankung betroffen. Mit einem ganzheitlichen Behandlungsansatz konnte sie die Erkrankung bis heute erfolgreich überwinden.

Buchinformationen:

Borreliose – die verschwiegene Volkskrankheit. 
Preis 19,99 €

ISBN: 978-3-981892888, 
Erschienen im April 2018