19. Oktober 2019
9.00 - 16.00 Uhr



Thema:
A) Das humane Mikrobiom und seine Bedeutung in der Onkologie
B) Gynäkologische Karzinome der Frau und unser Mikrobiom

Referent:

Dr. med. Heinz-Jürgen Träger
(unterstützt von der Fa. Allergosan)


Vortragsbeschreibung:

 

A) Das humane Mikrobiom und seine Bedeutung in der Onkologie

Krebs ist die Erkrankung vor der wir Menschen uns am meisten fürchten. Diese Furcht ist nicht unbegründet: Neuerkrankungen an Krebs nehmen ständig zu und die Behandlungserfolge in der Krebstherapie stagnieren – abgesehen von einigen wenige Karzinomen. Die Sterblichkeit an Krebs hat in den letzten 20 Jahren nur wenig abgenommen. Erreicht hat die klassische onkologische Therapie lediglich, dass wir länger mit der Krebserkrankung leben können. Aber zu welchem Preis?

Die Mikrobiomforschung zeigt nicht nur Zusammenhänge zwischen Veränderungen unseres Mikrobioms, sondern neue Behandlungsoptionen in der Krebsbehandlung. So kann bei genetischer Belastung für ein Kolonkarzinom eine pro- und präbiotische Behandlung das Risiko deutlich reduzieren. Diese  Prävention ist aber auch bei weiblichen Genitalkarzinomen, dem Prostatakarzinom und vielen anderen möglich. Zudem kann sich die Prognose von nahezu allen Krebserkrankungen verbessern, wenn komplementär mikrobiologisch therapiert wird.

Die prä- und probiotische Begleittherapie, ergänzt durch Phytotherapie u.a. biologische Produkte, kann zudem die Nebenwirkungen einer schulmedizinischen Krebsbehandlung erheblich lindern und zur Verbesserung der Lebensqualität beitragen. 

Der Referent wird die Zusammenhänge zwischen Krebsentstehung und unserem 11. Organ, dem Mikrobiom, darstellen. Aus diesen Erkenntnissen lassen sich tumorpräventive Maßnahmen ableiten. Im Rahmen einer Krebsbehandlung stellt eine begleitende mikrobiologische Therapie aus seiner Sicht eine essentielle Behandlungsmaßnahme dar: sowohl in einer naturheilkundlichen ganzheitlichen Krebsbehandlung wie auch begleitend zu schulmedizinischen Krebstherapien ist die therapeutische Beeinflussung unseres Mikrobioms unerläßlich. Wie alle anderen Organe müssen wir auch unser Mikrobiom während einer Krebstherapie so gut wie möglich schützen. Hippokrates belegt dies mit seiner Aussage: “Alle Krankheiten haben ihren Ursprung im Darm“.

 

 

B) Gynäkologische Karzinome der Frau und unser Mikrobiom

Karzinomerkrankungen nehmen weltweit zu. In der Statistik ist das Mammakarzinom der häufigste bösartige Tumor der Frau. Wie bei allen Karzinomen ist die Prognose bei frühzeitiger Entdeckung besser. Bei Entdeckung eines fortgeschrittenen Tumors hat sich leider in der Verbesserung der Sterblichkeit in den letzten 30 Jahren wenig Positives ergeben.
Unser Mikrobiom spielt in der Entstehung von Krebserkrankungen eine wichtige Rolle. Die gleiche Bedeutung hat unser Mikrobiom aber auch im Hinblick auf die Therapie. Es ist heute gesichert, dass eine notwendige Chemotherapie bei gleichzeitiger problematischer Therapie nicht nur die Nebenwirkung der Behandlung vermindert sondern auch das Ansprechen der Therapie und damit auch die Prognose.
Welche Veränderungen des Mikrobioms die Krebsentstehung begünstigen und welche therapeutischen Interventionen prä- und probiotisch möglich sind, wird vom Referenten ausführlich, auch mit Fallbeispielen, erörtert.