Bund Deutscher Heilpraktiker und
Naturheilkundiger e.V.

Fachfortbildung München

13. November 2010

 

9:00 - 12:00 Uhr

Thema

A) Das Körpergewicht, ein Problem des Jahrhunderts

Wie man es hält, wie man mit ihm umgeht, warum es sich verändert und was man erfolgreich tun kann, um es zu halten. Aussagen aus dem alternativen Labor.

Referent: HP Wolfgang Ebert, Iserlohn

 

13:30 - 16:00 Uhr

Thema:

B) Dunkelfeld-Diagnostik

Referentin: HP Grita Schock, München

 

 

Vortragsbeschreibung A:

 

Schönheitsideale

Ein Schönheitsideal ist eine bestimmte Vorstellung von Schönheit innerhalb einer Kultur. In der Regel bezieht sich der Begriff auf das Aussehen des menschlichen Körpers und Gesichtes. Auf Kleidung, Schmuck oder Frisur bezogene Schönheitsvorstellungen werden als Mode bezeichnet; die beiden Begriffe überschneiden sich jedoch.

Auf den ersten Blick sieht es so aus, als ob Schönheitsideale grenzenlos wandelbar wären. Während beispielsweise in der Renaissance ein Doppelkinn als sexuell attraktiv galt, begründet es heute nicht selten den Gang zum Schönheitschirurgen. Auch das jeweils als ideal angesehene Körpergewicht schwankt im Vergleich der Kulturkreise und Epochen enorm. Die Ansicht, dass sich Schönheitsideale in völlig beliebiger Weise entwickeln, ist deshalb weit verbreitet.

Demgegenüber verweist die Attraktivitätsforschung darauf, dass die jeweiligen Schönheitsideale bei aller kulturellen Variabilität durchaus auch Gemeinsamkeiten aufweisen. Ihren Erkenntnissen zufolge gründet sich menschliche Schönheit zumindest teilweise auf definierbare Faktoren, die einem relativen Konsens zwischen Individuen und Kulturen unterliegen und möglicherweise biologisch verankert sind - wie etwa die Makellosigkeit der Haut oder die Symmetrie des Gesichtes. Schönheitsideale enthalten demnach einen überindividuellen und überkulturellen „harten Kern“ – aus dem sich etwa die Tatsache erklären könnte, dass manche Schönheitsikonen vergangener Jahrhunderte und Jahrtausende, wie beispielsweise die Venus von Milo oder Raffaels Madonnen auch von heutigen Menschen als schön empfunden werden.

Seit je setzen Menschen die unterschiedlichsten Mittel ein, um den jeweils vorherrschenden Schönheitsvorstellungen zu entsprechen, sei es mit Hilfe von Kleidung und Schmuck oder auch durch direkte Veränderungen des Körpers.

Menschen, die nicht dem jeweils herrschenden Schönheitsideal entsprechen, können hierdurch Nachteile in Gestalt von Diskriminierungen erleiden, die auch von anderen Faktoren wie etwa dem Geschlecht abhängen. Für die Diskriminierung aufgrund des äußeren Erscheinungsbildes wird in jüngster Zeit der Begriff Lookism (ist die Annahme, dass das Aussehen ein Indikator für den Wert einer Person ist; sie bezieht sich auf die gesellschaftliche Konstruktion einer Schönheits- oder Attraktivitätsnorm und die Unterdrückung durch Stereotypen und Verallgemeinerungen über Menschen, die diesen Normen entsprechen und über diejenigen, die ihnen nicht entsprechen) benutzt.

Das im Westen seit dem Anfang des 20. Jahrhunderts modisch gewordene Schlankheitsideal hat im historischen und interkulturellen Vergleich eher Seltenheitswert. Insbesondere weibliche Attraktivität wurde und wird in den meisten Gesellschaften mit einem wohlgerundeten Körper und insbesondere mit vollen Hüften in Verbindung gebracht. Eine ethnografische Studie ergab, dass in knapp der Hälfte der untersuchten 62 Kulturen dicke Frauen als attraktiv gelten, bei einem Drittel werden mittlere Gewichtsklassen und nur bei 20 Prozent dünne Figuren bevorzugt. Mit dem Fortschreiten der Globalisierung breitet sich das westliche Schlankheitsideal weltweit derzeit immer stärker aus – und mit ihm auch dessen negativen Begleiterscheinungen.

Die großen Unterschiede bei der als ideal geltenden Körperfülle werden in der Regel mit dem jeweils unterschiedlichen Nahrungsangebot erklärt: Wo die Versorgungslage unsicher ist, wird Fett zum Statussymbol. Umgekehrt ist in Zeiten des Überflusses ein schlanker Körper ein begehrtes Luxusgut. Nach ethnologischen Untersuchungen spielen jedoch auch andere Faktoren eine Rolle, insbesondere die Stellung der Frau: Je mehr Macht Frauen haben, desto eher bevorzugen ihre Männer schlanke Partnerinnen. Auch das Klima scheint das Körperideal zu beeinflussen: Je wärmer die Gegend, desto eher gilt ein schlanker Körperbau als attraktiv. Über die Hälfte der interkulturellen Unterschiede im Körperideal lassen sich allerdings durch definierbare Umwelteinflüsse nicht erklären und sind offenbar schlichtweg eine Frage der Mode.

Im historischen Rückblick scheinen die Modeideale der jeweiligen Epochen zwischen den beiden Polen der weiblichen Attraktivität – „Fraulichkeit“ und „Jugendlichkeit“ – hin und her zu schwanken. Während bestimmte Epochen (wie etwa das Mittelalter) eher schlanke, jugendliche Formen bevorzugten, war in anderen (wie in der Renaissance) das „Vollweib“ attraktiv. Auch die auf den männlichen Körper bezogenen Schönheitsvorstellungen scheinen der Polarität von Reife und Jugendlichkeit – Mann und Jüngling, Herkules und Adonis - zu unterliegen. Verglichen mit den hohen Schwankungen der weiblichen Figurideale ist das Bild der idealen Männerfigur jedoch deutlich stabiler.

Teilweise werden heute Personen, die die Ideale deutlich verfehlen diskriminiert; dies gilt insbesondere für Übergewichtige, deren Makel einzig einem Fehlverhalten zugeschoben wird. Models unterschreiten heute oftmals insbesondere den oben genannten Bauchumfang noch, obgleich dies von den meisten Männern keineswegs als schön empfunden wird. Dies führt bei jungen Frauen, die versuchen diesen nachzueifern zu Essstörungen wie Magersucht oder Ess-Brech-Sucht.

 

Das Körpergewicht

ist ein einfaches biometrisches Merkmal. Es ist bei Menschen und vielen Tieren kurz nach der Geburt am geringsten und nimmt dann bis zum Erwachsenenalter bei normaler Entwicklung stetig zu.

Physikalisch unmissverständlich wird das Körpergewicht als Körpermasse bezeichnet. Von Interesse in diesem Zusammenhang ist die konstante Masse eines Menschen und nicht seine von der lokalen Erdbeschleunigung abhängige Gewichtskraft. Auf dem Mond hat ein Mensch die gleiche Masse wie auf der Erde, aber nur ein Sechstel der Gewichtskraft. Der Body-Mass-Index bleibt gleich, weil er die Masse berücksichtigt und nicht die Gewichtskraft.

Während in den Entwicklungsländern viele Menschen unter Untergewicht leiden, weil sie zu wenig zu essen haben, ist in den Industrieländern Übergewicht ein großes Problem. Aber auch Essstörungen können Untergewicht verursachen wie Anorexie und Bulimie oder zu Übergewicht führen und Fressanfällen.

Es gibt keinen medizinischen Konsens, was das Normalgewicht als das „wünschenswerte“ oder „natürliche“ Körpergewicht eines Menschen sein sollte, noch, ob es diesen Wert festlegbar überhaupt gibt. Es gibt zahlreiche verschiedene Bemessungsformeln, die auch relativ ähnliche Werte ergeben. Im Unterschied dazu gibt es klare Konzepte darüber, außerhalb welcher Gewichtsbandbreite eine Person als (krankhaft) über- oder untergewichtig zu beurteilen ist.

Für die Berechnung eines Idealgewichts gibt es die Broca-Formel ( = gemessenes Körpergewicht / errechnetes Broca-Gewicht = Broca-Index. Liegt der Index unter 1, besteht Normalgewicht (genauer: bei 0.9 Idealgewicht), liegt er über 1, besteht Übergewicht. Das Normalgewicht nach Broca wird wie folgt errechnet:

Bei Männern: Normalgewicht in kg = Körperlänge in cm − 100

Bei Frauen: Normalgewicht in kg = Körperlänge in cm − 100 – 5 % ) , die eine grobe Abschätzung in Abhängigkeit von der Körpergröße liefert, mit einigen Varianten.

Ein differenzierteres Maß für die Bewertung der Beleibtheit ist der Body-Mass-Index = Körpergewicht in Kilogramm / (Körpergröße in Metern)2.

 

Als Indikator wird auch der Bauchumfang genannt. Es gibt auch eine Vielzahl von Formeln, in denen Taillenweite oder Unterarmumfang (korreliert mit Muskelanteil), Körperfett- und Wasseranteil, etc. eingehen.

 

Untergewicht

Untergewicht führt zu einer mangelhaften Versorgung des Körpers mit Eiweiß, Fetten und Kohlenhydraten sowie Vitaminen und Mineralstoffen. Die Haut und das Haar verändert sich, die Knochen können entkalken und die Muskeln schwinden. Außerdem können einige Organe ihre Aufgabe nicht mehr richtig erfüllen, weil Nährstoffe fehlen.


Anorexia nervosa

Alexa Franke schreibt: „Die anorektische Frau lehnt das Essen ab und beschäftigt sich doch mehr damit als die meisten Gourmets. Sie lehnt ihren Körper ab, konzentriert sich jedoch in all ihrem Denken und Handeln auf ihn. Sie will selbstständig und unabhängig sein, verhält sich jedoch so, dass ihre Interaktionspartner sie nahezu zwangsläufig kontrollieren.“

Die Anorexia nervosa, auch Anorexia mentalis oder Magersucht genannt, ist eine psychische Störung aus dem Bereich der seelisch bedingten Essstörungen. Anorexia nervosa ist nicht gleichbedeutend mit dem Begriff Anorexie, welcher lediglich ganz allgemein eine Appetitlosigkeit beschreibt, gleich welcher Ursache.

Die meist fast ausschließlich jungen, weiblichen Patienten leiden an einer Körperschemastörung, d. h. sie nehmen sich trotz eines bestehenden Untergewichts als „zu fett“ wahr. Anders als andere Menschen erlangen sie ihr Selbstwertgefühl nicht aus allgemeinen Leistungen in Beruf, Hobby oder Privatleben, sondern ausschließlich aus ihrem Gewicht bzw. der Fähigkeit, dieses zu kontrollieren.

Magersucht zählt zu den psychischen Krankheiten mit der höchsten Sterberate. Es sterben etwa 15 % der Erkrankten letztlich an den Folgen der Magersucht.

Die Anorexia nervosa ist mit einer geschätzten Prävalenz von 0,7 % unter weiblichen Teenagern zwar seltener als die Bulimie, zeigt jedoch einen deutlich ungünstigeren Verlauf, nicht selten mit schweren körperlichen Komplikationen. Die Erkrankung beginnt am häufigsten im Teenageralter, wobei eine Diät, die anschließend außer Kontrolle gerät, ein Einstieg sein kann. Die Krankheit kann jedoch auch bei Erwachsenen oder bereits vor Eintritt der Pubertät auftreten.

Das Kennzeichen der Anorexia nervosa ist die selbst herbeigeführte Gewichtsabnahme, die in der Regel durch vermindertes Essen erreicht wird, wobei besonders Nahrungsmittel, die als „fett machend“ angesehen werden, weggelassen werden. Manchmal wird die Gewichtsabnahme unterstützt durch Missbrauch von Appetitzüglern, Verwendung von Klistieren, Laxanzien oder Diuretika, durch selbst ausgelöstes Erbrechen oder exzessive sportliche Betätigung.

Körperliche Folgen können sein, dass die Patientinnen erhöht gegen Kälte empfindlich sind. Auch kann ihre Körpertemperatur erniedrigt sein, da der Körper den Stoffwechsel herunterfährt. Weitere Symptome sind Schwindelgefühle und Ohnmachtsanfälle. Des Weiteren kann es zu trockener Haut und zur Lanugobehaarung an Rücken, Armen und Gesicht kommen.

Bei einem Krankheitsbeginn vor der Pubertät kann es zu einem Stopp des Größenwachstums, zu einer fehlenden Entwicklung der weiblichen Brust bei Mädchen und zu einer fehlenden Entwicklung der Hoden und des Penis bei Jungen kommen. Zu einer Amenorrhoe kommt es nur, wenn die Patientinnen keine Anti-Baby-Pille nehmen, da die Anti-Baby-Pille dem Körper die Geschlechtshormone liefert, die bei ihm wegen der Essstörung fehlen.

Die Erkennung der Ursache für diese Essstörung liefert häufig ein EB3-Profil, das die seelische Komponente enthalten sollte. Hier werden die organischen und seelischen Ursachen objektiv aufgedeckt und können vielfach in einer Therapie, die nicht nur auf den rein nervlich Anteil sondern auch auf die organischen Bereich ausgedient sein muss! Es gilt auch hier die Devise, circa 60 Prozent seelischer Anteil, 40 Prozent aber auch organischer Anteil sollten beide gleichberechtigt Beachtung finden!

 

Bulimie

Bulimie, auch Ess-Brechsucht oder Ochsen- bzw. Stierhunger genannt, bezeichnet streng gesehen lediglich das Symptom des Heißhungers und wird dann auch als Hyperorexie bezeichnet.

Von der Bulimia nervosa sind überwiegend (zu 90–95 %) Frauen betroffen. Bei jungen Frauen in der Adoleszenz und im jungen Erwachsenenalter liegt die Prävalenz bei 1–3 %. Berufsgruppen, bei denen geringes Körpergewicht für das Ausüben des Berufs verlangt oder vorteilhaft ist (zum Beispiel Fotomodell, Tänzer, Skispringer), sind für diese Krankheit besonders anfällig.

Bulimie-Betroffene sind meist normalgewichtig, können auch unter- oder übergewichtig sein. Sie werden von häufigen Heißhungerattacken heimgesucht: Erkrankte Personen wollen ihr Gewicht durch Erbrechen, Hungern, Diäten, ausgiebigen Sport oder den Missbrauch von Abführ- oder Brechmitteln kontrollieren. Die Essanfälle treten mehr oder weniger regelmäßig auf — zwischen zwei Attacken können mehrere Wochen liegen, das Essen und anschließende Erbrechen kann auch mehrmals täglich erfolgen. Während der Essanfälle verlieren Bulimiker die Kontrolle über sich selbst und über die Nahrungsmengen, die sie verschlingen. Die Essanfälle können aber auch geplant stattfinden. Gründe für das anschließende Erbrechen sind vor allem die Angst vor einer möglichen Gewichtszunahme sowie Scham über den eigenen Kontrollverlust/das eigene Versagen. Auch müssen sich Betroffene oft allein schon wegen der Unmenge im Magen übergeben.

Ess-Brech-Sucht beginnt oft in einem wenig höheren Alter als die Magersucht, etwa mit 17 oder 18 Jahren (oft schließt sie an eine vorangegangene Magersucht an, wenn von außen betrachtet ein Rückgang der Magersucht erzielt wurde und die Patientin/der Patient wieder zu Essen begonnen hat). Die Betroffenen leiden meistens unter einer gestörten Selbstwahrnehmung und/oder einer Körperschemastörung (Dysmorphophobie). Wie auch die Magersüchtigen empfinden sie sich immer als zu dick, doch sind sie häufig, im Gegensatz zu den Magersüchtigen, normalgewichtig. Die Ursachen der Bulimie ähneln denen der Magersucht. Nicht selten geht der Bulimie eine anorektische Phase voraus oder wechselt sich mit Phasen der Magersucht ab.

Bulimie kann akut lebensgefährlich werden. Durch ständiges Erbrechen kann es zur Entzündung der Speiseröhre kommen. Das erhöhte Magensäureangebot im Mund schädigt bei lang anhaltender Symptomatik die Zähne. Die massive Störung des Elektrolythaushaltes (Kalium-, Eisen-, sowie Calciummangel) kann zu Herzrhythmusstörungen führen und somit lebensbedrohlich werden.

Bulimieerkrankte versuchen meist, ihre Krankheit zu verbergen. Dadurch wird sie oft erst mehrere Jahre, nachdem sie begonnen hat, erkannt/eingestanden und behandelt. Eine frühzeitige Behandlung ist besonders wichtig, da die Aussichten auf vollständige Genesung mit jedem weiteren Jahr der Erkrankung sinken.

Die Erkennung der Ursache für diese Essstörung liefert häufig ein EB3-Profil, das die seelische Komponente enthalten sollte. Hier werden die organischen und seelischen Ursachen objektiv aufgedeckt und können vielfach in einer Therapie, die nicht nur auf den rein nervlich Anteil sondern auch auf die organischen Bereich ausgedient sein muss! Es gilt auch hier die Devise, circa 60 Prozent seelischer Anteil, 40 Prozent aber auch organischer Anteil sollten beide gleichberechtigt Beachtung finden!

 

Übergewicht

Übergewicht gilt als Risikofaktor für verschiedene Erkrankungen (z. B. für Herzinfarkt, Schlaganfall, Diabetes mellitus). Regelmäßige Bewegung und mäßiges Essen (vor allem wenig Fett und wenig Kohlenhydrate) können das Körpergewicht regulieren.

 

Adipositas

Bei der Adipositas bzw. Fettleibigkeit, Fettsucht handelt es sich um ein starkes Übergewicht, das durch eine über das normale Maß hinausgehende Vermehrung des Körperfettes mit krankhaften Auswirkungen gekennzeichnet ist.

Die Ursachen sind zu viel und falsche Ernährung einerseits, und zu wenig Bewegung (Verbrauch) andererseits und sozio-kulturelle Faktoren.

Übergewicht tritt gehäuft in industrialisierten Ländern auf – insbesondere unter Lebensbedingungen, die durch wenig körperliche Arbeit und Nahrungsüberfluss geprägt sind.

Es erscheint plausibel, dass nicht nur die Menge der Nahrung, sondern auch die Art und Herkunft der Nahrungsbestandteile eine Rolle bei Entstehung von Adipositas spielen können.

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/f/f9/Overweight_biker.jpg

Zu viel und falsche Ernährung einerseits – zu wenig Bewegung (Energieverbrauch) andererseits – führen zu einer ungesunden Energiebilanz. Bei einer jährlichen Energieaufnahme von etwa 1 Million Kilokalorien führt bereits eine geringe Veränderung der Energiebilanz zu erheblichen Gewichtsschwankungen.

Genetische Faktoren prägen den Grundumsatz, die Nahrungsverwertung und das Fettverteilungsmuster. Die Nahrungsverwertung war zu Zeiten der „Jäger und Sammler“ ein wichtiges Überlebensmerkmal: wer den Überschuss in Fettzellen abspeichern konnte, konnte in Zeiten des Mangels davon zehren.

„Da sich die genetische Ausstattung des Menschen in den letzten Jahrzehnten praktisch nicht verändert hat, ist die starke Zunahme von Adipositas in erster Linie das Ergebnis veränderter Lebensumstände.“

Essstörung und Sucht sind immer dann anzunehmen, wenn oft und ohne Hungergefühl zwanghaft große Mengen von Nahrungsmitteln verzehrt werden. Zu den Ursachen von Essstörung und Sucht siehe dort.

Stoffwechselkrankheiten kommen bei etwa 2 % der Gesamtbevölkerung vor. Wie hoch der Anteil der Fälle ist, in denen Stoffwechselkrankheiten ursächlich für Übergewicht sind, ist noch nicht belegt. Typische Stoffwechselkrankheiten, die Adipositas verursachen können, sind Schilddrüsenunterfunktion (einschließlich Hashimoto-Thyreoiditis), Störungen des Kortisonhaushaltes (Cushing-Syndrom). Vermutet wird auch ein Zusammenhang mit einer Infektion durch das Adenovirus des Typ HAdV-36.

Adipositas erhöht das Risiko für arterielle Hypertonie (Bluthochdruck), Diabetes mellitus Typ 2 (Altersdiabetes, Zuckerkrankheit), Reflux, Herzinfarkte, Arteriosklerose, Schlaganfälle, Brustkrebs, Arthritis und Arthrose, Gelenkschmerzen, Fußdeformitäten (Stempelfuß), Gallenblasenerkrankungen, Gicht und das Obstruktive Schlafapnoe-Syndrom. Die Gefährlichkeit einer Venenschwäche/Venenthrombose, ebenfalls durch Übergewicht bedingt, wurde lange Zeit verkannt. Auch die seelischen Folgen der Adipositas sind gravierend. Die Betroffenen fühlen sich oft als Versager und Außenseiter. Oft treten psychische und sogar wirtschaftliche Schäden für die Betroffenen auf, weil Fettleibigkeit gesellschaftlich nicht toleriert wird und Betroffene oft beruflich ausgegrenzt werden. Adipositas kann beispielsweise einer Einstellung in den öffentlichen Dienst oder einer Verbeamtung entgegenstehen; es müssen dabei die Anforderungen der konkreten Tätigkeit berücksichtigt werden.

 

Behandlungserfolg

Hilfreich für Erfolg ist:

 

  1. mindestens 500 kcal weniger essen als verbrauchen,
  2. Mindesttrinkmenge 2,0 bis 2,5 Liter,
  3. 3- bis 5-mal wöchentlich 30 bis 60 Minuten schweißtreibende Bewegung.

 

Der Erfolg hängt stark mit der Persönlichkeitsstruktur und der Motivation zusammen. Günstig sind: höhere Intelligenz, höherer sozialer Status, später Beginn der Übergewichtigkeit, starke subjektive Beschwerden, messbare Gesundheitsstörungen, starke Persönlichkeit. Eine Essstörung ist stark hinderlich.

Besonders bei starkem Übergewicht erweist sich die Behandlung als sehr schwierig. Rückschläge oder ausbleibender Erfolg veranlassen den Patienten (aber auch den Behandler und die Angehörigen) häufig dazu, das Vorhaben ganz aufzugeben. Der Behandlungserfolg wird langfristig für 10 bis 20% der Patienten festgestellt (Stabilisierung auf 50% der ursprünglich erreichten Gewichtsabnahme).

Sinnvoller ist daher frühes Einüben eines gesunden Lebensstils, um eine Gewichtszunahme zu vermeiden.

 

Die ergänzende Therapie der Gewichtsregulation

Die alternative Therapie, die man allen Lebewesen, die eine Gewichtsnormalisation anstreben, zukommen lassen kann, wird abhängig sein von dem entsprechenden Untersuchungsergebnis im Labor und von der Individualität, die der Patient mitbringt; wichtig sind natürlich seine Bereitschaft und sein Durchhaltevermögen aber auch die Ausdauer, die der Therapeut aufbringen muss, um nicht selber vor dem Patienten zu resignieren. Neben der psychologischen Unterstützung und der eventuell angesetzten Psychotherapie sowie der Ernährungssteuerung sind vielfach folgende Therapien angezeigt:

 

  1. Diätetische Maßnahmen ganz besonders resultierend aus dem Ernährungssteuerungsprogramm (ESP)
  1. Die homöopathische Therapie mit folgenden Präparaten:
    1. Graphites D12, D30
    2. Arsenicum album D12, D30
    3. Sulfur D12, D30
    4. Carbo vegetabilis D12, D30
    5. Lycopodium D12, D30
    6. China regia D12, D30
    7. Mercurius solubilis D12, D30 bzw. Causticum D12, D30
    8. Silicea D12, D30 bzw. Pulsatilla D12, D30
    9. Phosphorus D12, D30

 

  1. Die Therapie mit fertigen Präparaten:
    1. Phytocortal N (Steirl Pharma) bzw. Phyto C (Steirl Pharma)
    2. Phosetamin bzw. Calcium EAP (Köhler Pharma)
    3. Allergoval (Köhler Pharma) bzw. Allergolact (Syxyl) sowie Daosin (Melbrosin Vertriebs GmbH)
    4. hepa-loges (Loges) oder Hepeel (Heel) oder andere, die Leber unterstützende Präparate
    5. uro-loges sowie toxi-loges (Loges) und andere Präparate der Entgiftung
    6.  
  1. Die Colon-Hydro-Therapie
  1. Die Sauerstoff- bzw. Ozontherapie
  1. Die Überwärmungstherapie
  1. Die Eigenbluttherapie mit folgenden Präparaten:
    1. hepa-loges, toxi-loges
    2. dysto-loges, Psychoneuroticum
    3. Carbo comp. bzw. Carbo Injeel
    4. Solidago comp., uro-loges
    5. Lymphdiaral bzw. Lymphomyosot
    6. Hormeel und Hypophysis suis
    7. INFI Thyreoidinum Injekt N
    8. Testis comp. bzw. mulimen pro Injektione sowie Pulsatilla comp.

 

  1. Die Eigenharntherapie ebenso mit obigen Medikamenten ergänzen.

 

 

 

Vortragsbeschreibung B:

 

Mit der Blutanalyse im Dunkelfeldmikroskop ist uns eine ideale Möglichkeit gegeben, nicht nur Ursachen bereits bestehender Krankheiten festzustellen, sondern auch Störungen im Frühstadium zu erkennen, bevor sie sich körperlich als Krankheit manifestieren: also ein großartiges „Frühwarnsystem“!  

Die Laborwerte einer herkömmlichen Blutuntersuchung machen eine quantitative Aussage, die Betrachtung eines Bluttropfens im Dunkelfeldmikroskop gibt eine qualitative Aussage über die Beschaffenheit des Blutes und die Abwehrbereitschaft der Immunzellen. So können wir z.B.  Durchblutungsstörungen (bei noch völlig normalen Laborwerten) erkennen, die - unbehandelt – zu Thrombosen, Arteriosklerose, Infarkt oder Apoplex führen können.