Bund Deutscher Heilpraktiker und
Naturheilkundiger e.V.

22.03.2014
09.00 - 16.00 Uhr

Thema:

Die TCM im Überblick und die Akupunktur in Theorie und Praxis

Referent:
HP Ernst Urschitz

Vortragsbeschreibung:

 

Das Seminar besteht aus Vorträgen über die Theorie und aus Praktischen Übungen zwischendurch. Grundlagen und Zusammenhänge werden vermittelt. Wir beginnen mit einem Überblick über diese Alte Chinesische Naturheilkunde – die TCM. Danach steigen wir in die Theorie der Akupunktur und der „Meridiane“ ein. Einfache gemeinsame praktische Übungen können auf Wunsch mitgemacht werden. Diese unterstützen den persönlichen Zugang zur TCM und zur Akupunktur. Akupunkturformen außerhalb der TCM werden ebenfalls kurz vorgestellt: Ohrakupunktur, Master Tong Akupunktur, YNSA – Yamamoto Neue Schädelakupunktur.

TCM - Traditionelle Chinesische Medizin - ist ein über 5000 Jahre entstandenes erfahrungsmedizinisches Wissen – eine Naturheilkunde - aus dem Alten China. Erste schriftliche Aufzeichnungen finden sich vor ca. 2200 Jahren. Die TCM ist ein völlig durchgängiges System. Verschiedene Aspekte wie Gesundheit, Lebensführung, Lebensumfeld, Ernährung und Medizin werden im Zusammenhang betrachtet. Die Kernfrage ist: „Was ist aus dem Gleichgewicht?“ Über Puls- und Zungendiagnose wird eine chinesische Diagnose gestellt, Behandlungsprinzipien werden festgelegt und die Behandlungsmethode ermittelt. Die Säulen der TCM sind: Akupunktur, Moxa, Tuina, Kräutermedizin, Qi Gong, Nei Yang Gong, Tai Chi Chuan, und die Ernährung.

Akupunktur ist eine uralte chinesische Methode. Akupunkturnadeln werden nach genauen Regeln in bestimmte Akupunkturpunkte gestochen, um Blockaden im Körper zu lösen. Wirkungsvolle Anwendungsgebiete sind chronische Schmerzzustände, Nervosität, Stress, Schlafstörungen, Erschöpfungszustände, Blutdruck- und  Verdauungsbeschwerden, rheumatische Erkrankungen,  u.v.m. Bei der Moxibustion werden Akupunkturpunkte oder Meridianverläufe erwärmt. Moxa wird hauptsächlich bei chronischen Erkrankungen und zur Stärkung der Immunabwehr eingesetzt. Schröpfen wird bei ganz bestimmten Indikationen angewendet. 

Tuina ist mit Massagetechniken und Osteopathie Teil der TCM und beruht auf den Konzepten von Meridianen und Akupunkturpunkten. Daher ist die Behandlung der betroffenen Körperstellen besonders wirksam. Angewendet wird Tuina bei Erkrankungen des Bewegungsapparates, zur Manipulation der Gelenke, in der Schmerztherapie, zur Entschlackung des Bindegewebes, zur Kräftigung des Körpers, u.v.m.

Kräutermedizin: über die medizinische Wirkung von Kräutern, Wurzeln, Früchten, Pilzen und Beeren gibt es Erfahrungen über Jahrtausende. Bestimmte Mischungen und Abkochungen – Dekokte – werden für genau definierte Anwendungen auf die zu behandelnde Person maßgeschneidert erstellt. Diese „Naturarzneien“ sind sehr wirkungsvoll, sollen jedoch über einen längeren Zeitraum eingenommen werden. In vielen Fällen ist die Kombination mit Akupunktur angezeigt.

Zur Unterstützung des Heileffektes werden einfache Qi Gong und Nei Yang Gong – Übungen zur Anregung der Selbstheilungskräfte empfohlen.

Ernährung: Nahrungsmittel werden den „5-Elementen“ Holz - Feuer – Erde – Metall – Wasser zugeordnet. Der gekonnte Einsatz dieses Wissens beim Kochen und bei der Ernährung wirkt ausgleichend und fördert die Gesundheit. „Ernährung als Medizin!“.