Bund Deutscher Heilpraktiker und
Naturheilkundiger e.V.

28.02.2015
09.00 - 16.00 Uhr

Thema:

Homöosiniatrie – Überblick, Theorie und Praxis

Referent:
HP Ernst Urschitz, München

Vortragsbeschreibung:

 

In dieser Fachfortbildung wird die Homöosiniatrie vorgestellt. Ihre Entwicklung in den letzten beiden Jahrhunderten führte schließlich zu den heutigen Anwendungen. Diese werden anhand von Beispielen erläutert und vorgestellt. Praktische Übungen runden das Thema ab.

Homöosiniatrie beschreibt die Kombination von Konzepten der TCM (Trad. Chin. Medizin), insbesondere der TCM-Akupunktur, mit jenen der klassischen Homöopathie.

Der Franzose Roger de la Fuye (1890-1961) integrierte die Lehren von Samuel Hahnemann und August Weihe (1840-1896) und begründete den Begriff Homöosiniatrie. Roger de la Fuye - Begründer der französischen Akupunkturbewegung – gab seinen Patienten zusätzlich zur Akupunktur homöopathische Mittel zur oralen Einnahme. August Weihe erforschte den Zusammenhang von homöopathischen Mitteln und den von ihm gefundenen Druckpunkten.

Die Idee der Homöosiniatrie ist es, über diese Kombination im synergistischen Sinn eine Steigerung der Wirkung zu erreichen, die jene der einzelnen Therapieformen übertrifft. Bei reaktionsschwachen Patienten soll damit eine stärkere Reaktion auf die Behandlung hervorgerufen werden. Zur Diagnose können sowohl die Weiheschen Druckpunkte als auch die Akupunkturpunkte herangezogen werden.  

Nach erfolgter Diagnose wird auch das jeweilige homöopathische Präparat ausgewählt und mit einer dünnen Kanüle in die definierten Punkte im Meridianverlauf injiziert. Mit einer intracutanen Quaddel am Akupunkturpunkt wird die Wirkung noch gesteigert. Damit werden Regulationsprozesse im Körper angeregt. Für dieses Verfahren wird auch der Begriff Injektionsakupunktur verwendet.

Die große Bandbreite an Indikationen und Therapiemöglichkeiten wird gezeigt, sowie die wichtigsten Akupunkturpunkte im Zusammenhang mit deren Leitbahnen und Organsystemen. Des Weiteren werden bewährte Ampullenpräparate und deren Einsatzspektrum vorgestellt.

In diesem Seminar werden das Auffinden der richtigen Punkte sowie die Injektionstechniken vermittelt und durch gegenseitiges Üben vertieft.

Für dieses Seminar sind Vorkenntnisse der Akupunktur von Vorteil, aber nicht Voraussetzung.