Bund Deutscher Heilpraktiker und
Naturheilkundiger e.V.

17. Juni 2017
09.00 - 16.00 Uhr

Thema:

Die Signaturenlehre in der Homöopathie des Tier-, Pflanzen-, und Mineralreiches


Referent:
HP Axel Bumb, Saarbrücken


Vortragsbeschreibung:

Inspirierte Homöopathen unserer Zeit haben ein neues Verständnis für mögliche Arzneizuordnungswege entwickelt, welches für viele Homöopathen aus ihrer täglichen Arbeit nicht mehr wegzudenken ist. Es ist deutlich, dass die biologische Unterteilung der Natur in die Reiche Mineralien, Pflanzen und Tiere mit ihren Familienzuordnungen, wie etwa alle Raubkatzen oder alle Schlingpflanzen oder alle Magnesiumverbindungen, auch in der Homöopathie zu einem detaillierten Verständnis der einzelnen Arzneimittelfamilien beitragen können. Den einzelnen Familien können bestimmte Merkmale zugeordnet werden, die zur Vereinfachung in der Mittelfindung für den Homöopathen dienen.

 
Eine zentrale Rolle bei diesen Zuordnungen spielt die Sprache und der Wortgebrauch des Patienten, welche genauso einzigartig sind, wie der Patient selbst. Hahnemann hat uns im § 84 Organon angewiesen alles mit den „nämlichen“ Ausdrücken des Patienten zu notieren. Diese Aufgabe gewinnt unter den der Betrachtung der Patientensprache eine neue und wichtige Bedeutung.
 
Da dem Patienten das Arzneimittel nicht bekannt ist, kann er es nur auf unbewusstem Weg zum Ausdruck bringen. Diese unbewussten Darstellungen mit der Sprache, besonderen Vorlieben, engen Bezügen und selbst in Nahrungsmittelvorlieben oder Abneigungen können eine Signatur darstellen, die direkt zur Mittelfindung führt. Manchmal benennt der Patient sein Mittel sogar wörtlich in der Anamnese. Beispiel aus einer Anamnese: „Ich habe das Gefühl mir fehlt einfach Sauerstoff!“. Der Patient wurde durch das Mittel „Oxygenium (Sauerstoff)“ gesund. Die Rolle des Homöopathen sollte bei dem Prozess eine aufmerksam beobachtende und zuhörende sein. Hahnemann schreibt in der Reinen Arzneimittellehre: „Der Beobachter ist bloß da, um die Erscheinungen und den Vorgang aufzufassen!“ und weiter: „Es kann dem aufmerksam Beobachtenden nicht verborgen bleiben!“. Es muss also die Aufgabe des Homöopathen sein, aufmerksam nach solchen Signaturen zu suchen und sie zu erkennen. Das Seminar vermittelt Beispiele und Fälle aus allen Naturreichen, um die Aufmerksamkeit für solche „Offenbarungen“ zu schulen.